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Herren I / Bezirksliga

Die Meisterstory❗NEU❗

Als die erste Herrenmannschaft der HSG Oberhessen am 28.02.26 um 20:50Uhr nach dem 39:30 (22:11) als Meister der Bezirksliga Offenbach/Hanau endgültig feststand, dürfte es niemanden, der sich mit der Materie Handball in der Region auseinandersetzt, mehr gewundert haben. „Meister schon im Februar“, kennt man außerhalb von Jugendmannschaften wohl nur aus den glorreichen Zeiten des THW Kiel oder des FC Bayern München in den Belles Etages des Handball- bzw. Fußballsports. Nach 16 Siegen aus 16 Saisonspielen ist es für die 2013 aus den Stammvereinen von Büdingen, Bleichenbach und Limeshain gegründete HSG Oberhessen aber nur die logische Konsequenz eines Prozesses der mehrere Jahre zurückliegt.

Dabei decken sich einige Details mit den heutigen. Nachdem die Saison der Bezirksliga B (heute Bezirksklasse) im Frühjahr 2020 aufgrund von Corona abgebrochen wurde stand die damalige „Fahrstuhlmannschaft“ der HSG Oberhessen als Aufsteiger in die Bezirksliga A (heute Bezirksliga) fest.

Als Saisonziel für die nächste Saison, die corona-bedingt erst im Herbst 2021 startete gab man damals das Ziel Klassenerhalt aus, mit vielen neuen jungen Gesichtern wusste man nicht wo man steht und generell war nach der langen Pflichtspielpause vieles Ungewiss.

Heutige etablierte Gesichter finden damals ihren Ursprung oder waren damals schon Führungsspieler. „2020 gab es den letzten Schwung an Jugendspielern, wovon heute noch einige etabliert sind. Jan Niklas Vogel heute Co-Kapitän und Dauerbrenner am Kreis, Paul Ditzel im Rückraum bis vor einem Jahr sowie auch Joshua Lange und Jonas Teubner auf Außen/Kreis bis Anfang der aktuellen Saison“, erinnerte sich Sportdirektor Steffen Tomann, dessen Anstellung als Männerwart auch erst im Januar 2022 erfolgte, er aber mit dem Verein schon viele Jahre länger verwurzelt ist.

Die Saison 2021/2022 wurde zwar weiterhin durch Coronabestimmungen flankiert, aber in abgespeckter Variante durchgezogen. Am Ende der Aufstiegsrunde standen die Oberhessen auf Rang drei der Tabelle, ein Nichtaufstiegsplatz, der aber zu einem wurde da die damalige HSG Preagberg II nicht aufsteigen konnte, da die Erste bereits in der Bezirksoberliga rangierte. Den Oberhessen um den damaligen Kapitän Christian Wenzel gelang also mehr oder minder der unverhoffte Doppelaufstieg. „Durchmarsch von der B-Klasse in die BOL, dass ging vielleicht zu schnell“, erinnerte sich Tomann.

Trotz Aufstieg schied der damalige Trainer Peter Peristeris aus und mit Kai Vormwald stand ein neues Gesicht an der Seitenlinie. Mit nur fünf Siegen aus 26 Spielen hielt man sich als Drittletzter mit viel Mühe in der höchsten Klasse des Bezirks Offenbach/Hanau und verstärkte sich im Sommer mit Christoph Schildger. Der 29-Jährige entwickelte sich neben Moritz Hees rasch zum Top-Scorer des Teams und machte sich Unverzichtbar.

Man startete achtbar in die zweite Bezirksoberligasaison und bewegte sich im Mittelfeld der Tabelle. „Völlig überraschend“ erinnerte sich Tomann schlug man plötzlich gar noch den Liga-Primus TV Gelnhausen II mit 29:27 (19:10) vor heimischem Publikum und stand augenscheinlich vor einer ruhigen und erfolgreichen Saison. Es folgte noch ein Unentschieden in Nidderau und einer anschließenden Niederlagenserie von 13 Spielen in Folge und die Freistellung von Trainer Kai Vormwald im Februar 2024. Ausgerechnet an dem Wochenende des feststehenden Abstiegs gewinnt die Mannschaft erstmals wieder mit 31:28 bei der TGS Seligenstadt. Trainer damals: Jan Wacker.

  „Steffen hat mich gefragt ob wir das zusammen bis zum Ende der Saison machen wollen. Da ich nach meiner aktiven Karriere nie als Cheftrainer tätig war, unterstützte er mich bis Saisonende. Danach sollte eigentlich Schluss sein“, schmunzelte der 45-Jährige. Wacker blieb Trainer, auch wenn ihm die Wende auf Anhieb nicht gelang. Tomann aber hielt an Wacker fest und sah die Vision, dass sich eine Klasse tiefer etwas entwickeln könnte. „Wir haben für die Niederlagenserie mehrere Sachen verantwortlich gemacht. Neben Verletzungspech, allen voran der Ausfall von Mittelmann Jakob Hees (Achillesehnenriss) wug schwer dazu noch die typischen Prozesse wenn man sich im Abstiegskampf befindet, sowie dass die Mannschaft ein Stück weiter über ihrem Limit gespielt hat“, blickt Tomann zurück.

Letzte Saison wollte man in der Bezirksliga wieder Fuß fassen, bzw. konsulidieren. „Wir haben bewusst und auch zurecht nicht das Ziel des direkten Wiederaufstieges ausgerufen, dass wäre mit dem dünnen Kader auch vermessen gewesen“, so Tomann. In einer holprigen Hinrunde, wo man nach der Konstanz suchte, erwies sich die zurückhaltende Formulierung als richtig. Im Oktober stieß Neuzugang auf Linksaußen Moritz Hanauske zu den Oberhessen hinzu. „Die Hinrunde war die reinste Achterbahnfahrt. Zuhause konnten wir immer doppelt punkten, auswärts allerdings gelang uns nicht ein Sieg“, erinnert sich Jan Wacker.

In der Rückrunde stabilsierte sich alles, auch wenn dem Kader weiter die Breite fehlte kam Konstanz ins Spiel der HSG. Vorallem im Tor sowie im Rückraum, waren die Oberhessen auf Verstärkung aus der zweiten Mannschaft angewiesen. Trotzdem stand am Ende der Rückserie nur eine Niederlage (34:36) am 23.02.25 gegen die am Ende aufgestiegenden Altenhaßlauer Sandhasen mussten die Oberhessen den Kürzeren ziehen. Diese Niederlage ist auch seit knapp 400 Tagen die Letzte, was den immer steigenden positiven Trend seit Abstieg wohl am meisten markiert.

Im Sommer 2025 wurde dann am Aufstiegskader getüftelt. Florian Baatz (Landesliga; TGS Niederrodenbach), Till Uth (Oberliga; TV Hüttenberg U23), Uwe Hergert (Bezirksliga; TG Friedberg II) und im Laufe der Saison noch Cedric Neuser (zeitweise u.a. VFL Eintracht Hagen; 2. Sowie 3. Liga), verstärkten die Oberhessen qualitativ allen voran in der Spitze aber auch in der Breite mit weiteren Ergänzungen aus der zweiten Mannschaft wie John Appel oder Bastian Walterhöfer hat Tomann wohl den mit Abstand besten Kader der Bezirksliga zusammengestellt. „Alle Zugänge bis auf Cedric im Herbst, kommen hierher mit Bezug zu früheren Zeiten der HSG oder der Stammvereine, sonst würden wir solche Spieler ohne finanzielle Mittel wohl nicht ziehen könnten. Alle waren sofort im Team integriert und verstärkten das seit den beschriebenden Jahren immer weiter wachsende Mannschaftsgefüge“, so Tomann und fügte an: „Mit so einem Kader musst du den Anspruch haben aufsteigen zu wollen, bewusst defensiv sind wir mit dem Anspruch den letztjährigen vierten Platz zu bestätigen zu wollen nach außen aufgetreten, intern war das Ziel klar formuliert. Ein Szenario wie es nun ausgehen zu scheint, hatten wir uns aber auch nicht ausgemalt“. Die Saison läuft für die Oberhessen wie geschmiert, bis auf wenige Ausnahmen marschiert die HSG durch die Spiele. Eng aussehende Topspiele entschieden sie deutlich und auch knifflige Auswärtsaufgaben lösten sie souverän. Aktuell stehen 19 Siege aus 19 Spielen zu Buche. Drei Siege zur perfekten Saison fehlen noch.

„Klar ist, dass wir in die kommende Bezirksoberligasaison mit einem ganz anderen Grundfundament gehen als noch 2022“, so Tomann. „Der Aufstieg jetzt ist aus rein qualitativen Blickpunkten der einzige logische und verdiente Schritt. Wir müssen auch für die seit 2021 stets steigenden Zuschauerzahlen neue Reize setzen. Noch eine Saison, wo man draußen nur über die Höhe des Ergebnisses spekuliert tut einem Verein nicht gut, egal ob positiv oder negativ“, so Tomann und stellt fest: „Wir haben hier aktuell was echt fruchtbares geschaffen. Nach Corona haben wir teilweise vor tristen 30-50 Zuschauern gespielt. Nun sind dreistellige Zuschauerzahlen usus, die zum Aufstieg inkl. Meisterspiel gegen Preagberg in 350 in einer vollen Wilhelm-Lückert-Halle gipfelten. Die Menschen identifizieren sich mit Spielern und Gesichtern, die Mannschaft ist mit einigen punktuellen Veränderungen meist stets dieselbe. Identifikationsfiguren bleiben erhalten oder kommen in Person von Flo, Till oder Uwe auch noch hinzu. Zudem kommt, dass wir inzwischen mit Dirk Vogel als Hallensprecher stetiger Higlight- und Tormusik ein Grundsatz geschaffen haben, der auch in den oberen Ligen des Landes nicht selbstverständlich ist. Die Kontiunität auf der Trainerposition ist wichtig, deswegen ist die Verlängerung mit Jan und Thomas (Kreis-Anzeiger berichtete) der logische Schritt gewesen, bilanzierte Tomann abschließend.

Um die perfekte Saison 25/26 beschließen wartet auf die Oberhessen noch 2 Spiele.

Letztes Heimspiel der Saison am 18.04.2026 in der Wilhelm-Lückert-Halle in Büdingen.

Damen I / Bezirksoberliga

Spielbericht 25.04.2026❗NEU❗

Die Handballdamen der HSG Oberhessen haben die Saison 25/26 mit einem Sieg beschlossen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Porebska zeigt sich zum Ende der Runde in guter Form und gewann drei der letzten vier Partien. SV Hochland/Fischborn 21:24 (9:14) HSG Oberhessen. „Ähnlich wie letzte Woche spielen wir eine sehr gute erste Halbzeit und bringen dann den Sieg im zweiten Durchgang über die Ziellinie. Kompliment an die Mädels für den starken Endspurt“, sagte HSG-Coach Porebska. Mit dem Sieg beschließen die HSG-Blitze die Saison auf Tabellenplatz neun mit 18:26 Zählern. Gegner Fischborn rangiert auf dem letzten Rang und steigt neben dem TV Altenhaßlau und der TSG Offenbach-Bürgel II in die Bezirksliga ab. Als Meister in die Oberliga steigen die Damen der SG Bruchköbel auf.

Die Partie am Samstagabend in der Großsporthalle Birstein beginnt mit dem Führungstreffer der Gastgeber nach rund 45 Sekunden. Johanna Mickel zwei- sowie Gloria Haller und Annika Stark einfach drehen das Spiel dann frühzeitig für die HSG-Blitze in eine 4:1 Führung. Der Vorsprung hält sich für die Oberhesserinnen dann konstant. Mit einer sattelfesten Abwehr kassieren die Gäste nur neun Gegentreffer im ersten Durchgang, was Porebska positiv erwähnt: „Wir standen defensiv sicher und haben offensiv immer wieder gute Lösungen gefunden, weswegen wir mit einem souveränen 14:9 in die Pause gegangen sind“.

Der zweite Durchgang startet mit zwei Treffern für die Gastgeber, die Oberhesserinnen ließen mit einer Antwort aber nicht lange auf sich warten. Zweimal Gloria Haller und einmal Alina Belendir erhöhen im Anschluss auf 17:11 in der 36. Minute und holen den komfortablen Vorsprung wieder zurück. Bis in die Schlussphase verteidigen die HSG-Blitze ihren Vorsprung auch, ehe es fünf Minuten vor Ende nur noch 22:20 für die Gäste steht. Nach einer Auszeit trifft allerdings Kapitänin Annika Stark doppelt zur 24:20 Führung und entscheidet somit die Partie. Am Ende gewinnen die Oberhesserinnen mit 24:21. „Das Spiel war ein Abbild der Saison. Wir haben beinahe in jedem Spiel aufblitzen lassen, was wir zu leisten im Stande sein. Leider hat uns oft die Konstanz gefehlt, was uns in manchen Phasen dann einige Spiele gekostet hat. Am Ende aber haben wir die Klasse gehalten und wollen im Sommer mehr dran arbeiten, dass wir uns wieder mehr in Richtung Mittelfeld der Tabelle bewegen“, sagte Trainer Porebska abschließend und spricht seiner Mannschaft aber zum Ende noch ein Kompliment aus: „Die Mädels haben sich immer voll reingehängt und haben die ganze Saison gegen alle Widerstände angekämpft. Einstellungstechnisch haben wir uns immer von der besten Seite gezeigt, was den guten Charakter der Mädels widerspiegelt. So bin ich auch für nächste Saison wieder optimistisch gestimmt, dass wir unser Potenzial mehr abrufen können“.

Nun ist aber erstmal Sommerpause angesagt. Ehe es im Juni mit der Vorbereitung auf die neue Bezirksoberligasaison losgeht. Dann aber ohne Rebecca Rothärmel, Gloria Haller, Ulrike Maschke und Anna Niedenthal die zum Saisonende die Handballschuhe an den Nagel hängen oder eine Handballpause einlegen.

HSG Jugend
Spielbericht Testspiel män. C-Jugend 16.08.2026❗NEU❗

Am Samstag den 16.08.2026 fand das erste Testspiel für unsere männliche C-Jugend gegen Altenhaßlau statt. Es sollte am Anfang eigentlich ein Turnier stattfinden, aber es gab sehr viele absagen der anderen Mannschaften. Dadurch spielten sie nur gegen den Gastgeber.

Man konnte schon gleich am Anfang des Spiels merken, welche Mannschaft sich schon besser auskennt. Das haben Paul Knaf und Co. gleich mit langen Pässen gezeigt. Sie wurden schnell gefährlich und waren schon am Tor, wo die Abwehr noch nicht richtig sortiert war.

Dadurch, dass Lorenz Roos, Tom Rödiger und Anton Göhlert leider nicht spielen konnten hatten die Spieler nur kurze Verschnaufpausen. (Tom Rödiger unterstützte seine Jungs trotz seiner Verletzung moralisch auf der Bank und in der Kabine).

Die Jungs der HSG konnten am Anfang eine angenehme Führung aufbauen! Alle Spieler haben im ganzen Spiel wieder bewiesen, dass sie trotz des Größenunterschiedes die Gegner in der Abwehr gut festmachen konnten.

Zur Halbzeit stand es dann 10:17 für unsere männliche C-Jugend. Im weiteren Spielverlauf hatte Henri Appel auch seine Momente, in denen er gute Bälle halten konnte. Gloria Tomann und Tom Rödigers Halbzeit Ansprache in der Kabine haben nochmal mehr Mut und Überzeugung ins Spiel gebracht, sodass sie das Spiel mit 24:33 gewinnen konnten!

Am Sonntag den, 23.08.26 steht das Turnier in Seligenstadt an!

Geschrieben von Henri Appel (Spieler)

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